Olivenbäume und Olivenöl in Sardinien

Obwohl Olivenbäume und Olivenöl nicht zu den Klischees der Insel gehören, sind Sardinien und Olivenbäume ein untrennbares Paar, sowohl die heimischen, als auch die wilden Olivenbäume, die oft in unwegsamen, für die Produktion unzugänglichen Geländen wachsen, die von großen Granitfelsblöcken übersät sind.

Der „Olivastro di Luras“ ist ein wunderbares Exemplar für einen wilden Olivenbaum. Er befindet sich in der Gemeinde von Luras, in der Provinz von Olbia-Tempio. Der Schätzung nach beträgt sein Alter zwischen 2500 und 4000 Jahren. Seine Größe ist beeindruckend: Er erreicht beinahe 14 Meter Höhe. Es ist kein Zufall, dass er auch „Patriarca della Natura” (Patriarchin der Natur) genannt wird. Im Jahr 1991 wurde er zum Naturdenkmal ernannt und wurde auch in die Liste der zu schützenden jahrhundertealten Bäume aufgenommen.

Auch die Olivenölproduktion ist in Sardinien wichtig. Hier wird das „flüssige Gold“ immer noch mit traditionellen und nicht mit industriellen und intensiven Methoden hergestellt. Zu den sardischen Kulturvarietäten gehören die Bosana, die Nera di Gonnos, die Semidana, die Terza Grande und Piccola, die Pizz’e Carroga, die Olia Niedda und die Tonda di Cagliari.

Das Olivenöl „Sardegna DOP“ ist ein natives Olivenöl extra, das in der gesamten Region hergestellt wird. Hierbei handelt es sich um ein Olivenöl mit einem fruchtigen Duft und Geschmack, mit einem herben und würzigen Eindruck, der sehr gut zu rotem Fleisch, Suppen und Saucen passt.

Die schönsten Strände Sardiniens

Das sardische Territorium weist zahlreiche Szenarien auf: Nach den steilen, mit Olivenbäumen übersäten Territorien geht die Landschaft zu den traumhaften Küsten über. Man muss einfach über die suggestivsten Strände erzählen!

Umgeben von den nadelförmigen, aus dem Meer ragenden Felsen von Capo Falcone von der Insel Piana und der Insel Asinara befindet sich der Strand „La Pelosa“ in der Nähe von Stintino. Er ist wegen der glasklaren Gewässer von seltener Schönheit. Über die Abstammung des Namens dieses Strandes gibt es verschiedene Meinungen: Er könnte von der „Torre della Pelosa“ stammen, die auf der Insel gegenüber gelegen ist oder von der eigenartigen Vegetation, die in langen und dünnen Büscheln auf ihm verbreitet ist.

Der Strand „Rosa dell’Isola Budelli“ ist ein Wunderwerk der Natur, das es zu bewahren gilt und das durch landschaftliche, Umweltschutz- und hydrogeologische Auflagen geschützt wird. Man darf sich nicht auf seinem berühmten rosa Sand aufhalten, doch es ist möglich, die Insel auf einem ausgestatteten und geführten Rundweg zu besichtigen und zu fotografieren. Die rosa Färbung des Sandes ist auf kleine Kalkschalen zurückzuführen.

Die „Cala Goloritzé“ist ein rares Kleinod. Sie liegt in der Provinz von Ogliastra und ist durch einen Erdrutsch entstanden. Sie ist berühmt wegen der Zinne mit einer Höhe von beinahe 150m Metern, die bei Kletterern sehr beliebt ist. Der kleine Strand, der von kleinen weißen Steinchen und Sand gebildet wird, kann vom Meer aus oder über einen Weg der von der Hochebene von Golgo beginnt, erreicht werden. Er wurde wegen seiner Schönheit zum Naturdenkmal der Region Sardinien und dann auch zum Nationalen Italienischen Denkmal erklärt.

Der Strand von Marina di Barì ist bekannt wegen des gleichnamigen Turmes, der der Landschaft einen besonderen Reiz verleiht. Hierbei handelt es sich um einen suggestiven Strand mit goldigem Sand, der vom wunderschönen Meer umspült wird, dessen Farben von Smaragdgrün bis Dunkelblau reichen. Der Meeresboden ist sandig, im Nordteil des Strandes sind jedoch auch Felsen vorhanden. Dieser Strand scheint nie zu stark überlaufen, da er sehr weitläufig ist.