Malta ist vor allem zur Unterhaltung und als Touristenziel bekannt, doch in den letzten Jahren wurde ein erhöhtes Interesse für die lokalen Produkte und die ländlichen Erfahrungen in Malta verzeichnet.

Die Geschichte des Olivenöls auf Malta

Die Verbindung von Malta und dem Anbau von Olivenbäumen geht auf vor über zweitausend Jahre zurück: Sie beginnt bei den Phöniziern. Dieser wurde von den Römern betrieben, wovon auch die Namen einiger Städte wie Birzebbuga Zeugnis geben, was so viel bedeutet wie „die gute Oilve“, Ghajn Zejtuna, was “Frühlingsolivenöl” bedeutet und Żejtun, was so viel wie “Frucht des Olivenbaums” bedeutet. Die Produktion von Olivenöl erfuhr hingegen unter der britischen Herrschaft, die die Landwirtschaft in Malta beeinflusste, einen Stillstand. Doch im Laufe der Neunzigerjahre wurde dieser Anbau wieder entdeckt. Zwischen Malta und Gozo gibt es neun Ölmühlen und die Kulturvarietäten, die im Allgemeinen aus Italien importiert wurden, sind folgende: Frantoio, Leccino, Carolea, Coratina, Pendolino und Cipressino. Dennoch ist eine autochthone Qualität verblieben: Die Bidni, stark und beständig, trotz der kleinen Früchte, die reich an Öl sind.

Der Olivenbaum, das Olivenöl und der Tourismus

Heute verleiht die Olivenölindustrie auch dem Tourismussektor einen höheren Wert: Die Olivenbäume gehören zu den wenigen natürlichen Elementen, die auf den Feldern Maltas auch im Sommer grün bleiben. Sie sind nicht in Olivenhainen konzentriert, sondern bestehen auf dem gesamten Territorium und bilden eine wunderbare Landschaft, die das Land einmalig machen, das die Touristen gerne erforschen. Darüber hinaus sind die Flaschen mit dem lokalen Olivenöl ein begehrtes Souvenir.

Żejtun, die Olivenstadt Maltas

Die Ursprünge von Żejtun gehen auf das Zeitalter der Phönizier und der Römer zurück. Bis zum Jahr 1680 bildeten die Einwohner zwei getrennte Gemeinschaften, die sich im XVIII Jahrhundert mit der Errichtung der Pfarrkirche vereinten.

In Żejtun wird ein Mal im Jahr „Żejt iż-Żejtun“ gefeiert, ein Fest, das mit einer Prozession und der Weihe der geernteten Oliven eröffnet wird. Während des Festes werden die historischen Stätten für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Auf den Straßen findet man Fahnenträger in mittelalterlichen Kostümen und es treten Sänger und Tänzer auf. Es können antike Instrumente zur Bearbeitung des Bodens und der Olivenbäume bewundert werden. Auch die Produkte aus der lokalen landwirtschaftlichen Tradition können erworben werden. Man kann auch die „Ftira“ probieren (typisches maltesisches Brot), das mit dem frischen Olivenöl verfeinert wird.

Orte, die man sich auf Malta nicht entgehen lassen sollte

Malta bedeutet also nicht nur Unterhaltung, sondern auch Tradition und Kultur und wer die Insel besucht, sollte sich im Speziellen „La Valletta“ und „Marsaxlokk“ nicht entgehen lassen.
„La Valletta“ ist die Hauptstadt der Insel sowie europäische Kulturhauptstadt 2018. Zu den bedeutendsten Gebäuden mit historischer Bedeutung zählt die Konkathedrale San Giovanni, in deren Oratorium sich zwei Gemälde von Caravaggio befinden: „Der heilige Hieronymus beim Schreiben“ und „Die Enthauptung Johannes des Täufers“.
Das Fort St. Elmo ist hingegen eine Befestigungsanlage, die in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts errichtet wurde. Sie wurde anschließend umgestaltet und beherbergt heute ein Museum und die Polizeischule.
Die Upper Barrakka Gardens sind ein öffentlicher Park, der sich im oberen Teil der St. Peter and St. Paul Bastion befindet. Dies ist der höchste Punkt der Stadt, der einen wunderbaren Ausblick auf den Grand Harbour bietet. Auf der unteren Ebene der Bastion ist noch die “Saluting Battery” bzw. eine Artilleriebatterie zu sehen.
Marsaxlokk ist der charakteristischste Hafen und einer der reichhaltigsten Märkte der Insel. Von hier aus gelangen die größten Mengen des Fischfangs, die während der Woche in La Valletta verkauft werden, am Sonntag direkt in den Hafen. Der Hafen ist vor allem wegen der „Luzzi“ bekannt, der typischen Boote „mit den Augen“ (ägyptischen Ursprungs), die der Tradition nach vor Unheil schützen sollen.